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Mittwoch, 13. März 2013

Erstmals Frau in einem Konklave

Zum ersten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche war eine Frau bei einem Konklave anwesend. Die 45-jährige Lehrerin Birgit Bergmann* aus Bremen war dabei und hat Kippipedia ein exklusives Interview gegeben.

Kippipedia: Frau Bergmann, Sie sind als erste Frau bei einem Konklave dabei gewesen. Wie ist es dazu gekommen?
Bergmann: Vor sieben Jahren habe ich den ugandischen Kardinal Joseph Olombo beim Einkaufen im Supermarkt getroffen und mich mit ihm unterhalten. Dabei hat er mir erzählt, dass er den jetzigen Altpapst Benedikt, den er immer noch freundschaftlich "Ratze" nennt, gewählt hat. Außerdem hat er mir erzählt, dass er in einem Hotel ohne Fernseher während des Konklaves gewohnt hatte. Er versprach mir, mich das nächste Mal mitzunehmen.

Kippipedia: Und er hat sein Versprechen gehalten?
Bergmann: Ja, das hat er. Er rief mich eine Woche nach dem Papstrücktritt an und verabredete sich mit mir an der spanischen Treppe, von wo aus wir anschließend zur sixtinischen Kapelle gelaufen sind.

Kippipedia: Wussten eigentlich, was auf Sie beim Konklave zukommt?
Bergmann: Nein, ich wusste vorher ja gar nicht, was ein Konklave ist.

Kippipedia: Schade. Wie haben Sie sich auf ihre Reise vorbereitet?
Bergmann: Ich habe meine grünen Klamotten vom Flohmarkt und einen Bikini in den Koffer gepackt, meinem Mann erzählt, ich müsse spontan zu meiner Mutter und meinem Chef gesagt, dass meine drei Söhne krank seien. Anschließend bin ich mit dem Flugzeug nach Rom geflogen.

Kippipedia: Wo haben Sie während des Konklaves gewohnt?
Bergmann: Ich habe mit den Kardinälen im Hotel gewohnt. Es gab keinen Fernseher, kein Radio, kein Telefon, noch nicht einmal einen Briefkasten. Eine Waschmaschine gab es auch nicht. Das war sehr ärgerlich, denn ich habe erst in Rom gemerkt, dass auf allen meinen Klamotten Flecken waren, die nicht mehr abwaschen konnte.

Kippipedia: Wie haben Sie dir Wahlgänge im Konklave empfunden?
Bergmann: Es war sehr eintönig, wie Wahlen eben sind. Am Ende wurde dann ausgezählt.

Kippipedia: Als der Papst Franziskus gewählt wurde, was passierte da in der sixtinischen Kapelle?
Bergmann: Als das Ergebnis verkündet wurde, jubelten alle. Viele hatten Luftrüssel, Wuwuzelas und Konfetti dabei und machten einen Heidenlärm. Anschließend zog sich der neue Papst ein Nachthemd an und setzte sich eine Burger-King-Krone auf. Zum Abschluss machten wir noch einen Harlem Shake und dann war das Konklave zu Ende. Anschließend bin ich in mein Hotelzimmer gegangen, habe gepackt und bin abgereist.

Kippipedia: Herzlichen Dank für das Gespräch.



*Name geändert

Donnerstag, 27. September 2012

Exklusiv: Mark Zuckerberg verriet Kippipedia

Zum sechsten Jahrestag der Einstellung des beliebten Satire-Portals www.kippipedia.de.vu ist eine Neuigkeit öffentlich geworden, die die Welt des Internets erschüttern wird. Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat zugegeben, die Homepage an die Schulleitung des ...-Gymnasium verraten zu haben, die darauf Druck auf die beiden Administratoren des Portals ausübten, so dass das Portal dann am 27. September 2006 gegen 14:30 Uhr geschlossen wurde.

"Wenn ich die Seite nicht verraten hätte, dann hätte ich mein Projekt "Facebook" einstampfen können", verteidigt der heute 28-jährige Internet-Unternehmer. "Ich war 22 und meine Firma lief nicht so gut, weil die Leute massenhaft zu Kippipedia wechselten. Ich kannte aber jemanden, der zufälliger in der selben Schule arbeite, auf die die Administratoren gingen. Eigentlich wollte ich es nicht, dass die beiden Administratoren es erfahren, weil dann unsere Freundschaft kaputt gegangen wäre, aber heute haben wir keinen Kontakt mehr. Außerdem hatte ich schwere Schuldgefühle, die es mir unmöglich gemacht haben weiter zu schweigen." 

Ein Lehrer, der nicht genannt werden möchte, erinnert sich: "Gegen 10.00 Uhr klingelte mein Handy und mein guter Freund Mark aus Kalifornien rief an und meinte, es gebe da so eine Seite, die ihm ein Dorn im Auge war. Als ich diese Seite ansah, habe ich Tränen gelacht, weil sie so witzig war. Da Mark bei mir noch einen gut hatte meldete ich die Seite noch am selben Tag der Schulleitung, die erst nach sehr energischem Bitten etwas gegen die Seite tun wollte, aber ich konnte mich durchsetzten. Schließlich hatte Mark noch einen gut bei, weil er mal im Puff aufgeholfen hatte, als ich meine Brieftasche vergessen hatte." 

"Es war schon ärgerlich, dass die Lehrer dazwischen gefahren sind", sagt Malte Dierwald, der einer der Administratoren war. "Ich hatte gerade mit Jülze einen Investor aufgetan, der einen siebenstelligen Betrag in unsere Homepage investieren wollte. Anstatt unser Servernetz auszubauen und festangestellte MitarbeiterInnen einzustellen, mussten wir mit einem Teil des Geldes einen Lehrer bestechen, damit er dafür sorgte uns nicht von der Schule zu schmeißen. Zum Glück verzichtete der Investor auf die Rückzahlung verzichtet, sonst wären heute hoch verschuldet. Für ihn war es aber besonders ärgerlich, weil er dann sein Geld ins StudiVZ gesteckt hat und ist damit Pauken und Trompeten auf die Schnauze gefallen. Letzens habe ich ihn in der Duisburger Fußgängerzone getroffen und ihm ein paar Centmünzen in den Hut geworfen."

"Ich bin menschlich schwer enttäuscht von Mark", so Julian N. Martin, der zweite Administrator neben Dierwald. "Wir haten damals SchülerInnen der 5. Klasse im Verdacht, geplappert zu haben. Als ich in Vancouver war, da bin ich mindestens einmal mit Mark und Steve (gemeint ist Apple-Gründer Steve Jobs, red.) einen trinken gegangen. Oft war Mäldä (Malte Dierwald, red.) per MSN oder Skype zugeschaltet und unterhielten wir uns über das Internet und unsere Möglichkeiten es zu erobern." 

Internetexperte Ossi Urchs hat ein eindeutiges Urteil: "Kippepedia hätte heute einen besonderen Stellenwert im Internet gehabt, wenn es nicht abgeschaltet worden wäre. Dagegen hätten Google, Facebook und Co alt ausgesehen. Besonders hart hat es den Internetstandort Deutschland getroffen, weil das letzte lukrative Start-Up geschlossen wurde."

Donnerstag, 19. Juli 2012

Abschied am ***-Gymnasium



Mit einer Feierstunde verabschiedet sich der allseits beliebte Mathematik- und Physiklehrer Rolf Schulz* aus dem aktiven Schuldienst. Er wird nach mehr als 35 Jahren im Bremer Schuldienst pensioniert und blickt auf ein bewegtes Berufsleben zurück. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge in den Ruhestand. Einerseits werde ich den Trubel in der Schule vermissen, andererseits freue ich mich schon darauf, endlich wieder ungestört im Garten zu liegen und ein gutes Buch zu lesen oder mal wieder eine ausgiebige Fahrradtour zu machen“ verriet der 64-jährige am Rande einer privaten Feier. 

Der gebürtige Recklinghausener ging in Duisburg zur Schule und studierte  zwischen 1968 und 1975 an der Ruhruniversität in Bochum. Anschließend begann er seinen Schuldienst am ***-Gymnasium. In den 70er und 80er Jahren engagierte er sich in der Anti-Atomkraft-Bewegung. Ab Ende der 90er Jahren begann sein beruflicher Aufstieg, an dessen Höhepunkt er Stundenplan- und Vertretungsplankoordinator, didaktischer Koordinator, zuständig für Fortbildungen und Fachsprecher für Mathematik war.

Privat lebt Schulz zurückgezogen in Bremen-Osterholz. Er ist verheiratet und hat vier Söhne im Alter von 33, 30, 23 und 5 Jahren. Seine Hobbys sind Lesen, Fahrradfahren und Wandern.

Außerschulische Berühmtheit erhielt der Pädagoge durch seine zahlreichen Erwähnung auf dem in der Zwischenzeit abgeschalteten Satireportal „Kippipedia“. 

*Name geändert