Am 24.8.2013 war ein besonderer Tag in Bremen, es war der Tag, an dem sich das Ärztival auf der Bürgerweide angekündigt hatte.
Vor dem Einlass besorgte ich mir ein Wellenbrecherbändchen und machte mich anschließend nach vorne auf. Von dort aus hatte man einen guten Blick auf die Bühne.
Um 17.30 Uhr trat Rod auf die Bühne und kündigte die erste Band an: Pascow, eine Punkrockband aus dem Saarland. Sie spielte ganz solide und hat mir gut gefallen.
Auf die nächste Band des Abends hatte ich mich schon gefreut. Die UK Subs ist eine alte englische Punkband aus der Frühzeit des Genres. Auch wenn alle Mitglieder bereits die 50 gerissen haben, spielten sie mit viel Freude und ließen den Spirit von 1977 wieder aufleben. Einfach wunderbar. Als Anekdote am Rande kann man noch sagen, dass Rod und Farin am Bühnenrand standen und andächtig der Musik der Kultpunker lauschten.
Die drite Vorband war Katzenjammer aus Norwegen: Eine reine Frauen-Folk-Rock-Band. Die Musikerinnen, die nach so gut wie jedem Lied die Instrumente tauschten, boten eine ansprechende Show. Mir sagte aber die Musik nicht zu und daher fällt mein Fazit für diese Band ernüchternd aus.
Nun war es an der Zeit, die beste Band der Welt entert die Bühne. Mit dem Hit "Wie es geht" begann der Abend. Das Stück "Ist das noch Punkrock?" widmeten die Drei der am Bühnenrand stehenden UK Subs. Die altbekannten Bewegungsspiele waren auch wieder am Start wie das Wedeln bei "Waldspaziergang mit Folgen" und das Sitzen und Aufspringen bei "Unrockbar" sowie die fast schon obligatorischen La Olas. Songs wie "Deine Schuld" und "Schrei nach Liebe" durften auch nicht fehlen. Merkwürdig war aber auch, dass Bela beim Lied "Alleine in der Nacht" Textschwierigkeiten hatte, bei denen Farin aushelfen musste. Abschließend ist mir aufgefallen, dass die Jungs - für ihre Verhältnisse - wenig gequatscht und viel Musik gespielt haben. Trotzdem hat sich das Ärztival gelohnt.
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Sonntag, 25. August 2013
Montag, 28. Mai 2012
Metal mit Schiffen - Das Rock-Hard-Festival 2012
"Was machen wir zu Pfingsten, wenn die Wiesenblumen blühen?" Diese Frage beantworte ich regelmäßig "ich fahre zum Rock-Hard-Festival nach Gelsenkirchen. Dort war ich schon 2009, 2010 und 2011. Jedesmal war ich begeistert, also war es nur logisch, dass ich dieses Jahr wieder komme. Besonders reizvoll ist der Veranslatungsort, das Amphitheater, am Rhein-Herne-Kanal, der den Charakter des Ruhrgebiets wie kaum ein zweiter darstellt.
Die Bewertung der Bands wird anhand einer Skala von 1-10 durchgeführt, wobei 10 die Höchstnote ist.
Am Freitag kam ich in Gelsenkirchen an. Und man konnte knapp eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn bereits drei große Schlangen erkennen. Ein lange Schlange an der Bändchenausgabe und zwei am Eingang. Die Bändchenausgabe und der Einlass auf's Gelände gingen relativ schnell.
Die erste Band des Tages war Deathfist. Diese von einer Frau angeführte Thrash-Metal-Band stammt Koblenz und einen fulminanten Auftakt bildete. (8)
Als nächstes stand Jex Thoth auf dem Programm. Diese Sängerin und ihre Band stammen aus San Francisco, der Heimat von Metallica. Mit Metallica hat die Gute aber musikalisch nichts am Hut. (6) Anschließend habe ich mir einen Döner gegönnt, der aber nicht so gut war.
Die nächste Band war RAM, eine der aktuell unzähligen schwedischen Retrometalbands. Ich fand, dass diese richtig groovten und abgingen. Während des Auftritts stieg der Geruch von Gras mir in die Nase. (8,5).
Nun stand Krisiun aus Brasilien auf dem Plan. Diese spielten einen soliden Death Metal, bei mir wieder richtig bewusst wurde, wie geil doch Death eigentlich ist (9).
Die nächste Band war Kvelertak. Ursprünglich habe ich vom Namen her eher mit Black Metal gerechnet. Aber das war falsch. Sie spielen eine Mischung aus mehreren extremen Metalstilen, aber trotzdem sehr passabel (9).
Headliner des ersten Tages war Turbonegro. Eigentlich eine Punkband kommt sie doch auch metallischen Gefilden sehr gut an. Auch ihre Show war beeindruckend, auch wenn sie 10 Minuten vor dem angekündigten Ende vorbei war (9).
Der Sonnabend wurde von der Band Dr. Living Dead eröffnet eine schwedische Retroband, die aber im Gegensatz zu den anderen Retrobands auf dem Festival nicht der Zeit des klassichen Heavy Metals (frühe 80er Jahre), sondern dem beginnenden Crossover der späten 80er Jahre nacheifert. Auf der Bühne trugen sie Plastik- oder Gummitotenkopfmasken, worunter sie mächtig geschwitzt haben müssen (7,5).
Bevor die nächste Band, Motorjesus, auf's Line-Up kam, haben ihre Fans eine Petition gestartet, damit sie auf's Festival eingeladen wurde. Der Sänger hat ganz in Tom-Angelripper-Manier eine Aldi-(Süd-)Tüte mit Bierbüchsen mit gebracht, die im Publikumverteilt wurden. Die Musik war ganz ordentlich. (8).
Es wird Zeit...für eine Retrometalband. Portrait waren am Start. Diesmal wieder aus dem klassischen Metalbereich. Der Auftritt war beseres Mittelfeld ohne Wiedererkennungswert aber solide (7,5).
Hell habe ich bereits letztens auf dem Accept-Konzert in Oberhausen als Vorgruppe gesehen. Dort hat mit der Auftritt dieser Band gut gefallen. Ihre Show ähnelte auf dem Rock-Hard ihrer Show auf dem genannten Accept-Gig. Der Wind machte auch mit und lies die im Bühnenhintergrund stehenden Dekoelemente umkippen. Trotzdem ein guter Auftritt. (8,5).
Als nächstes folgte die Death-Metal-Truppe Unleashed, die einen Vorgeschmack auf den weiteren Abend liefern sollte. Ihre Show knallte ganz gut - acht Punkte (8).
Nun kommen wir zu einer Band, auf die ich mich sehr gefreut hatte: Tankard. Diese spielen einen knalligen Thrash, sind aber im Gegensatz zu vielen ihrer Genrekollegen nicht so bierernst. Bier ist überhaupt ein gutes Stichwort: Ein Highlight dieses Auftritts war ein "Bierkönig". Dieser Bierkönig war ein korpulenter (bin selber dick, ich darf das sagen) Mann mittleren Alters, der auf einem Thron auf Bierkisten saß und dem der Sänger Gerre Bier anreichte. Ein weiteres Hightlight war eine sehr gelenkige Tänzerin, die erst auf der Bühne tanzte und später im Publikum Bier verteilte (9).
Progressive Metal ist wahrlich nicht mein Ding. So konnte ich dem Auftritt von Psychotic Waltz nicht viel abgewinnen. Das war eher was für Freaks. Trotzdem war da viel schönes dabei. (8).
Der Headliner für Sonnabend war Bolt Thrower, eine waschechte Death-Metal-Band. Die Musik war eine gigantische Soundwand, einfach atemberaubend. Allerdings schenkte ich mir die Zugaben und ging zum Bus, denn der dritte Tag bot noch jede Menge (9).
Der Sonntag beginnt mit der Band Alpha Tiger, eine, Überraschung, Überraschung, Retrometalband. Diesmal zur Abwechselung nicht aus Schweden, sondern ausder Zone den Neuen Bundesländern, genauer gesagt aus Sachsen. Trotzdem war die Musik die Musik ganz anständig (8,5).
Und nochmal begeben wir uns musikalisch in die Untiefen einer grauen Vorzeit. Diesmal in die 70er Jahre. Mit '77 trat eine Band, die sich in der Tradition der frühen AC/DC sehen. Dies zeigen sie auch mit Style und Bewegung. Besonderheit war der Gitarrist mit freiem Oberkörper, der in die Zuschauerraum gestürmt kam und dort Gitarre spielte (8,5).
Die nächste Band war High Spirits eine Retrometalband, mal was ganz anderes. Es war ein besonderer Auftritt der Band, denn es war ihr erster in Europa. Fotos hab keine gemacht. Dafür hab ich das Kunststück hinbekommen, mir Sonnencreme ins Auge zu reiben und verbrachte anschließend Zeit im Toilettencontainer beim Ausspülen der Augen (8).
Retrometal scheint der Trend dieses Festivals gewesen zu sein. Denn die nächste Band ist wieder so eine Retrometalband: Graveyard. Graveyard wandelt auf den Spuren der frühen Black-Sabbath-Ära. Ich habe sie bereits bei Motörhead-Konzert in Düsseldorf gesehen und dort hatten sie mich nicht überzeugt. Auch ihr Auftritt in Gelsenkirchen war nicht sonderlich erhellend (7).
Nun kommt eines absoluten Highlights auf dem diesjährigen Rock-Hard-Festival: Girlschool. Eine reine Frauen-Band aus Großbritannien, die einen genialen NWOBHM spielt. Obwohl ihr Auftritt von technischen Problemen begleitet war, war er trotzdem genial.(9,5)
Nun waren Unisonic, eine Band von und mit Kai Hansen und Michael Kiske. Im Vorfeld habe ich mich darüber informiert, was sie für Musik machen und es hieß, sie machten Melodic Rock. Dies ließ meine Lust auf diese Band rapide sinken. Trotzdem tat ich mir den Auftritt an und siehe da, sie spielten doch Power Metal. Besonders haben mir die Helloween-Songs gefallen. (8,5).
Headliners des Sonntags waren W.A.S.P., die ebenso wie Tankard auf diesem Festival ihren 30. Geburtstag begangen. W.A.S.P. ist eine Shock-Metal-Band, die für ihre außergewöhnlichen Bühnenshows bekannt sind. Neben einer spektakulären Lichtshow hatten sie auch Pyrotechnik im Angebot. Sehr gelungenes Finale (9,5).
Die Bewertung der Bands wird anhand einer Skala von 1-10 durchgeführt, wobei 10 die Höchstnote ist.
F R E I T A G
Am Freitag kam ich in Gelsenkirchen an. Und man konnte knapp eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn bereits drei große Schlangen erkennen. Ein lange Schlange an der Bändchenausgabe und zwei am Eingang. Die Bändchenausgabe und der Einlass auf's Gelände gingen relativ schnell.
Die erste Band des Tages war Deathfist. Diese von einer Frau angeführte Thrash-Metal-Band stammt Koblenz und einen fulminanten Auftakt bildete. (8)
Als nächstes stand Jex Thoth auf dem Programm. Diese Sängerin und ihre Band stammen aus San Francisco, der Heimat von Metallica. Mit Metallica hat die Gute aber musikalisch nichts am Hut. (6) Anschließend habe ich mir einen Döner gegönnt, der aber nicht so gut war.
Nun stand Krisiun aus Brasilien auf dem Plan. Diese spielten einen soliden Death Metal, bei mir wieder richtig bewusst wurde, wie geil doch Death eigentlich ist (9).
Die nächste Band war Kvelertak. Ursprünglich habe ich vom Namen her eher mit Black Metal gerechnet. Aber das war falsch. Sie spielen eine Mischung aus mehreren extremen Metalstilen, aber trotzdem sehr passabel (9).
Headliner des ersten Tages war Turbonegro. Eigentlich eine Punkband kommt sie doch auch metallischen Gefilden sehr gut an. Auch ihre Show war beeindruckend, auch wenn sie 10 Minuten vor dem angekündigten Ende vorbei war (9).
S O N N A B E N D
Der Sonnabend wurde von der Band Dr. Living Dead eröffnet eine schwedische Retroband, die aber im Gegensatz zu den anderen Retrobands auf dem Festival nicht der Zeit des klassichen Heavy Metals (frühe 80er Jahre), sondern dem beginnenden Crossover der späten 80er Jahre nacheifert. Auf der Bühne trugen sie Plastik- oder Gummitotenkopfmasken, worunter sie mächtig geschwitzt haben müssen (7,5).
Bevor die nächste Band, Motorjesus, auf's Line-Up kam, haben ihre Fans eine Petition gestartet, damit sie auf's Festival eingeladen wurde. Der Sänger hat ganz in Tom-Angelripper-Manier eine Aldi-(Süd-)Tüte mit Bierbüchsen mit gebracht, die im Publikumverteilt wurden. Die Musik war ganz ordentlich. (8).
Es wird Zeit...für eine Retrometalband. Portrait waren am Start. Diesmal wieder aus dem klassischen Metalbereich. Der Auftritt war beseres Mittelfeld ohne Wiedererkennungswert aber solide (7,5).
Hell habe ich bereits letztens auf dem Accept-Konzert in Oberhausen als Vorgruppe gesehen. Dort hat mit der Auftritt dieser Band gut gefallen. Ihre Show ähnelte auf dem Rock-Hard ihrer Show auf dem genannten Accept-Gig. Der Wind machte auch mit und lies die im Bühnenhintergrund stehenden Dekoelemente umkippen. Trotzdem ein guter Auftritt. (8,5).
Als nächstes folgte die Death-Metal-Truppe Unleashed, die einen Vorgeschmack auf den weiteren Abend liefern sollte. Ihre Show knallte ganz gut - acht Punkte (8).
Nun kommen wir zu einer Band, auf die ich mich sehr gefreut hatte: Tankard. Diese spielen einen knalligen Thrash, sind aber im Gegensatz zu vielen ihrer Genrekollegen nicht so bierernst. Bier ist überhaupt ein gutes Stichwort: Ein Highlight dieses Auftritts war ein "Bierkönig". Dieser Bierkönig war ein korpulenter (bin selber dick, ich darf das sagen) Mann mittleren Alters, der auf einem Thron auf Bierkisten saß und dem der Sänger Gerre Bier anreichte. Ein weiteres Hightlight war eine sehr gelenkige Tänzerin, die erst auf der Bühne tanzte und später im Publikum Bier verteilte (9).
Progressive Metal ist wahrlich nicht mein Ding. So konnte ich dem Auftritt von Psychotic Waltz nicht viel abgewinnen. Das war eher was für Freaks. Trotzdem war da viel schönes dabei. (8).
Der Headliner für Sonnabend war Bolt Thrower, eine waschechte Death-Metal-Band. Die Musik war eine gigantische Soundwand, einfach atemberaubend. Allerdings schenkte ich mir die Zugaben und ging zum Bus, denn der dritte Tag bot noch jede Menge (9).
S O N N T A G
Der Sonntag beginnt mit der Band Alpha Tiger, eine, Überraschung, Überraschung, Retrometalband. Diesmal zur Abwechselung nicht aus Schweden, sondern aus
Und nochmal begeben wir uns musikalisch in die Untiefen einer grauen Vorzeit. Diesmal in die 70er Jahre. Mit '77 trat eine Band, die sich in der Tradition der frühen AC/DC sehen. Dies zeigen sie auch mit Style und Bewegung. Besonderheit war der Gitarrist mit freiem Oberkörper, der in die Zuschauerraum gestürmt kam und dort Gitarre spielte (8,5).
Die nächste Band war High Spirits eine Retrometalband, mal was ganz anderes. Es war ein besonderer Auftritt der Band, denn es war ihr erster in Europa. Fotos hab keine gemacht. Dafür hab ich das Kunststück hinbekommen, mir Sonnencreme ins Auge zu reiben und verbrachte anschließend Zeit im Toilettencontainer beim Ausspülen der Augen (8).
Retrometal scheint der Trend dieses Festivals gewesen zu sein. Denn die nächste Band ist wieder so eine Retrometalband: Graveyard. Graveyard wandelt auf den Spuren der frühen Black-Sabbath-Ära. Ich habe sie bereits bei Motörhead-Konzert in Düsseldorf gesehen und dort hatten sie mich nicht überzeugt. Auch ihr Auftritt in Gelsenkirchen war nicht sonderlich erhellend (7).
Nun kommt eines absoluten Highlights auf dem diesjährigen Rock-Hard-Festival: Girlschool. Eine reine Frauen-Band aus Großbritannien, die einen genialen NWOBHM spielt. Obwohl ihr Auftritt von technischen Problemen begleitet war, war er trotzdem genial.(9,5)
Nach Girlschool kam wieder eine britische Band zum Zuge, diesmal aus dem Bereich Melodic Hard Rock. Der Auftritt von Magnum war ganz gut, aber auch keine Besonderheit (8).
Das Rock-Hard-Festival wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal ausgetragen. Entsprechend gab es eine Jubiläumsüberraschung, bei der alle Rock-Hard-Festival-Beteiligten auf die Bühne durften. Anschließend zockten Bobby & Gerre ihren Hit "Die Zwei von der Tanke" und schließlich durften Bullet auf die Bühne, die schon dreimal auf dem Rock Hard waren. Bullet spielte zwei Klassiker: "Balls to the Walls" und "You Shook Me All Night Long". (ohne Wertung)
D R U M M H E R U M
Essen: Ich habe einen Döner, eine Frikadelle, ein Schinken-Käse-Croissant und ein Pizzastück gegessen. Ich war von allem nicht begeistert. Insbesodere die Speisen im Konzertbereich waren in meinen Augen nicht sehr schmackhaft. Da ist erheblicher Verbesserungsbedarf.
Anreise/Abreise: Dank der guten Nahverkehrsanbindung war das kein Problem. Besondern hat mir die Tatsache gefallen, dass die Bogestra noch Sonderbusse eingesetzt.
Metalmarket: War ein ganz nettes Gimmick, wurde auch fündig, aber jetzt kein überragender Bestandteil des Festivals.
Security: Einsame Klasse. Selten eine so freundliche und korrekte Security erlebt.
Sonntag, 29. April 2012
So viel Spaß für wenig Geld...Rock in den Ruinen 2012
Seit 1995 veranstalten die SPD und Jusos aus Dortmund-Hörde das Festival "Rock in Ruinen". Auch wenn ich die SPD nicht wähle, muss ich sie für Festival loben. Insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis ist fantastastisch und das Gelände sehr groß. Eine Karte für das Festival habe ich mir bereits vor einigen Monaten gesichert, als ich erfahren habe, dass Saxon Headliner war. Der Preis für das Tagesticket lag bei 12€ + Systemgebühr, was unschlagbar ist. Das Festivalgelände befindet sich in Dortmund-Hörde, einem typischen Ruhrgebietsstadtteil, der sich nach dem Niedergang der Schwerindustrie im Umbruch befindet.
Auch das Festivalgelände verkörpert den Charakter dieses Stadtteils, es ist es ist auf den Areal eines ehemaligen Hüttenwerks untergebracht. Heute sind dort moderne High-Tech-Unternehmen angesiedelt, wobei es dort (noch) große Brachflächen gab, die dazu einladen, dort ein Festival zu organisieren.
So machte ich mich am 28.4.2012 auf den Weg von Duisburg nach Dortmund. Als ich am Bahnhof Dortmund-Hörde ankam, machte ich mich auf den Fußweg zu meinem Ziel. Der Weg war ausgeschildert und somit war es kein Problem zu "Rock in den Ruinen" zu kommen. Auf dem Gelände angekommen kaufte ich erstmal in einem Anfall vorauseilendem Gehorsam Wertmarken. Was ich allerdings noch nicht wusste war, dass diese nur an Getränkeständen von Brinkhoff's eingelöst werden konnten. Ein Manko, das hätte man besser kommunizieren sollen. Ansonsten habe eine Cola gekauft und mir das Festivalshirt gegönnt.Und dann ging es auch musikalisch los.
Die Moderation dieses Veranstaltung übernahm ein ziemlich schmieriger Bela-B-Verschnitt, der mit langweiligen und unkreativen Anmoderationen versuchte Stimmung zu machen.
Die erste Band des Tages war Angry White Elephant, eine regionale Newcomerband, die sich über einen Nachwuchstalentwettbewerb für ihren Auftritt qualifiziert haben. Neben ausgeklügeltem Hardcore, der selbst mir als Fan des eher klassichen Heavy Metals gut gefallen hat, haben sie auch FreundInnen und Groupies mitgebracht, die so früher Stunde ordentlich Stimmung machten. Allerdings kamen sie nicht der Aufforderung des Sängers, einen Circle Pit zu bilden nicht nach. Auch, dass es sich um eine Newcomer-Truppe handelte, die sicherlich noch keine Erfahrung mit solchen großen Bühnen gemacht haben. Der Auftritt war wirklich stark. und diese Band braucht sich nicht zu verstecken. Schließlich habe ich mir auch ihre EP "Fire in the Circus" gekauft.
Die nächste Band, die an der Reihe war, war The Klit Korea. Diese Band ist ebenfalls durch einen Talentwettbewerb an den Slot auf dem Festival gekommen. Diese Band besteht ausschließlich aus
Die nächste Band war Kopek. Da mich diese Band nicht so interessierte, hab ich mir nur ersten beiden Stücke angesehen und statt dessen lieber das Festivalgelände inspiziert. Neben den bereits erwähnten Getränkeständen und Wertmarkenbuden, gab es noch diverse Fressstände wie z. B. thailändisch, Bratwurst, Pommes, Crepes oder Ofenkartoffeln. Daneben hatte die AOK einen Stand mit einem Gewinnspiel. Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, was der Hauptpreis war. Hab aber am Glücksrad einen Kulli gewonnen. Ein weiterer Stand war von Suzuki, einem japanischen Automobilhersteller, der seit Jahren versucht hipp zu sein und junge KäuferInnen versucht anzulocken. Dort konnte man mit einer aufblasbaren Gitarre vor einem albernen Hintergrund fotografieren lassen. Des weiteren hatte die Energydrinkhersteller Rockstar oder wie ich ihn nenne Felsenstern einen Stand. Mit Events dieser Marke hatte eine Erfahrung. Zusätzlich gab es noch das obligatorische Erste-Hilfe-Zelt, Spültoiletten, aber auch Dixis, und jede Menge freie Wiese.
Als nächstes wagten sich die SchwedInnen von Sister Sin auf die Bühne. Die Sängerin, die ein bisschen wie Doro klingt, trug ein so kurzes Kleid, so dass sie bestimmt einen zweiten Lippenstift in der Garderobe hatte. Bei der Performance blitzte auch manchmal ihre doch sehr züchtige Unterwäsche hervor, sehr zur Enttäuschund einiger alter Säcke männlicher Zuschauer. Diese Band spielte klassischen Heavy Metal mit weiblichen Gesang. In ihrer Heimat genießen sie bereits hohes Ansehen, was sie jetzt versuchen auch in Deutschland zu erarbeiten. Mir sprach die Musik so sehr zu, so dass ich mir sogar noch später zwei Promos von dieser Band gekauft habe. Diese Band lohnt sich im Auge zu behalten.
Es folgte Peter Pan Speedrock aus Eindhoven, Niederlande. Diese Band war bereits auf dem Devilside-Festival 2009, dort hatte ich sie mir allerdings nicht angeguckt. Peter Pan Speedrock spielt Hard Rock mit Hardcore- und Punk-Schlagseite. Mir machte es viel Spaß dieser Band zuzuhören. Bei dieser Band ist besonders erwähnenswert, dass sie sowohl jung als auch das gesetzere Publikum anspricht. Ich würde Peter Pan Speedrock in die Kategorie Festivalband packen, also eine Band die eher für's Festival geeignet ist, da sie zwar keine bekannten Hits spielen, dafür aber das Publikum einheizen und für eine gute und ausgelassene Stimmung auf dem Gelände sorgen, so dass die nachfolgenden von diesem Schwung noch etwas abbekommen.
Nun folgten The Idiots. Sie gelten als eine der ältesten Punkbands Deutschlands. Gegründet haben sie sich 1978 und sind nach einer zwischenzeitlichen Auflösung seit diesem Jahr wieder aktiv. Diese Band spielte klassischen Punkrock mit wütenden deutschen Texte, von denen ich sehr angetan war. Eine Textzeile blieb mir noch im Gedächtnis hängen, eine Huldigung an die Bundeskanzlerin: "Angela, du bist ein Arschgesicht, trägst deine Hämorrhiden im Gesicht". Allerdings trieb es mich nach etwa der Hälfte des Auftritts zu einem Getränkestand, weil mich der Durst trieb. Später waren die Jungs auch im Merchendisezelt und verteilten dort fleißig Autogramme, wobei ich mir auch eines geholt hatte.
Die nächste Band des Tages war Killing Joke, einer Post-Punk-Band. Im Vorfeld zu diesem Auftritt habe ich ein sehr interessantes Interview im aktuellen Rock Hard gelesen. Dabei habe ich viel erfahren und freute mich auf den Auftritt. Der Sänger Jaz Coleman sah aus wie eine Mischung aus Costa Cordalis und Jürgen Drews und trug einen Overall, wie man ihn sonst nur von Hella von Sinnen kennt. Trotzdem machte er hervorragende, mitreißende Musik. Im nachhinein gab es auch etwas enttäuschte Fans von Killing Joke, die sagten "...wurde nicht gespielt" oder "...hat gefehlt". Anscheinend sind wohl einige Klassiker der Bandgeschichte nicht gespielt worden, was sehr schade ist, da ein Festival wie dieses durchaus viele Möglichkeiten bietet, sich auch nicht szenekundigem Publikum vorzustellen.
Zu Philip Boa and the Voodooclub kann ich nicht viel sagen, diesen Auftritt hab ich größtenteils aus der Ferne betrachtet, da mich die Musik nicht ansprach. Ich habe leider auch kein brauchbares Foto, das ich posten könnte. Überrascht hat er mich trotzdem, weil er doch nicht so indielastig ist, wie gedacht habe.
Die nun folgende Band habe ich schon zweimal live gesehen. Einmal als Vorgruppe bei einem Motörhead-Konzert und ein weiteres Mal beim Rock-Hard-Festival 2009. Beide Male hat mich die Musik begeistert. Insbesondere in Anbetracht der Sache, dass ich vor wenigen Wochen Sehr intensiv diese Band gehört habe. Diese Band spielt klassichen New Wave of British Heavy Metal und gehört wie bereits The Klit Korea zu den Alte-Männer-Bands auf dem Festival. Aber sie hat es in sich. Mit fünf Minuten Verspätung beginnt die Show der Briten. Sie spielten fast nur ihre alte Klassiker wie "747 (Strangers in the Night)", "Denim & Leather" oder "Dallas 1 P.M.". Besonders bewegende Nummer ist dem 2010 verstorbenen Ronnie James Dio gewidmete "Requiem (We will Remember)" und Gänsehautstimmung verbreitete das obligatorische "Crusader". Und sie beendeten den Auftritt mit ihren Meisterwerke "Wheels of Steele" und "Princess of the Dawn". Einziger Punktabzug war, dass ich wegen des Gedränges einmal meinen Standort wechseln musste, aber danach ging es. Um kurz nach Mitternacht war Rock in den Ruinen zu Ende. Zu Hause war ich erst um 2.15 Uhr, es hat sich trotzdem gelohnt.Freitag, 17. Juni 2011
Das Rock Hard Festival 2011 in Gelsenkirchen
Das Original befindet sich hier
http://www.lastfm.de/user/Maeldae/journal/2011/06/13/4fm29t_das_rock_hard_festival_2011_in_gelsenkirchen
Diese Version ist überarbeitet.
V O R W O R T
2009 und 2010 war ich bereits begeisterter Besucher des Rock Hard Festivals. Ich hatte die Karte schon seit Weihnachten und war, nachdem die Bands und vor allem die Headliner feststanden, über die Bandauswahl enttäuscht. Viele Bands waren kein Begriff für mich und/oder ich kannte sie nur vom Namen her. Trotzdem habe ich einfach auf die musikalische Kompetenz der Organisatoren vertraut und bin gekommen. Schließlich habe bei den letzten beiden Festivals neue Lieblingsbands gefunden (DragonForce und Sabaton).
F R E I T A G
Ich kam am Freitag gegen 14.40 Uhr am Amphitheater an, wo schon eine lange Schlange an der Bändchenausgabe wartete. Das Anstellen dauerte länger als erwartet, so dass ich den Anfang von Contradiction nicht mitbekommen habe. Schade. Sie machten guten thrash metal, der ins Blut überging.
Anschließend war der Auftritt von den doomern Procession angesagt. Im Vorfeld gab es Gerüchte, dass sie eine schwarze Plane mitbrächten, um die Bühne und ein Teil des Publikums abzudunkeln. Es wäre eine gute Idee gewesen, denn es fing plötzlich wie aus Kübeln an zu regnen. Rasend schnell leerten sich die Ränge und auch ich macht die Biege und flüchtete unter ein Vordach eines Verkaufswagen. Kurz vor dem Ende des Auftritts ließ der Regen nach und ich konnte mir das letzte Stück von Procession.noch reinziehen. Da ich diesen Auftritt nicht ganz mitbekommen habe, will ich kein Urteil drüber bilden.
Nächste Band war Postmortem aus Berlin. Sie spielten Thrash Metal á la Slayer. Daher klangen sie wie ein billiger Slayer-Klon. Hat mir nicht gefallen, obwohl ich eigentlich Thrash mag.
Nun kam Primordial auf die Bühne. Diese Band spielt black metal gepaart mit celtic- und folk-Elementen. Diese Mischung war ganz passabel. Hat mir gefallen.
Die nächte Band war Enslaved aus Norwegen. Ich fand Auftritt nicht sehr überzeugend. Es ist im Endeffekt nichts spektakuläres hängen geblieben.
Es folgte Triptykon. Die offizielle Nachfolgeband von Celtic Frost, die zwar in den vergangenen Jahren für das Rock Hard angekündigt waren, aber ihre Teilnahme absagen mussten. Ich habe diesen Auftritt nicht ganz mitbekommen, da ich etwas fror und mir schließlich am Rock-Hard-Stand eine Regenjacke (die für 12 €, nicht so eine Plastikplane) kaufte. Trotzdem war das, was ich gesehen hab, ganz passabel, aber nicht überragend.
S O N N A B E N D
Der Tag begann ärgerlich. Als ich am Bahnhof ankam, sah ich die S-Bahn nach Gelsenkirchen nur noch von hinten. Das hieß dann nochmal 25 Minuten im Bahnhof warten. Somit kam ich später als geplant am Amphitheater an. Ich besuchte den Metal Market, dieser war nicht so ergiebig wie letztes Jahr. Somit habe ich diesmal keine so große Ausbeute gemacht. Man kann es auch anders sagen: Ich habe Geld gespart. Anschließend gönnte ich mir dann noch eine Frikadelle. Daher hab ich kaum was von Dreamshade mitbekommen.
Nach dieser Band wechselte ich in den Biergarten, weil dort die Lesung aus dem Buch "Kumpel in Kutten" stattfand. Neben den Autoren war auch ein freier Fotograf zugegen, der viel zu erzählen wusste.
Nach dem kurzen Ausflug in die "Hochkultur" kehrte ich mich wieder der Musik zu. In Solitude war die nächste Band. Sie spielten traditionell angehauchten heavy metal. Allerdings kann ich über den Auftritt im Nachhinein nichts sagen. Nichts positives und nichts negatives. Danach ging es zum zweiten Mal in den Biergarten, um dem zweiten Teil der Lesung zu lauschen
Disbelief waren nun an der Reihe. Sie spielten death metal, was mir aber von denen nicht unbedingt zusagte.
Mit dem nächsten Act, Epica, stand erstmals an diesem Wochenende eine Frau auf der Bühne. Diese Band erinnerten sehr Nightwish aus den Tarja-Tagen. Die Sängerin flötete ihre Musik und ihr Kompagnon an der Gitarre (oder war es der Bass, konnte ich auf die Entfernung nicht erkennen?) growlte dazu. Diese Mischung fand ich nicht schlecht.
Bullet standen bereits 2007 und 2009 auf der Bühne im Amphitheater. 2009 (und 2007 bestimmt auch, war aber nicht dabei) haben sie ihre Sache gut gemacht, so dass sie dieses Jahr abermals spielen durften. Auch dieses mal machte es Spaß sie spielen zu sehen.
Als das Death-Metal-Comeback wurde Morgoth gefeiert. Diese Band stand nach 15 Jahren wieder auf der Bühne und zeigten, dass sie nichts verlernt hatten. Mir sprach zwar die Musik nicht ganz zu, aber man merkte, dass die Band Spielspaß hatte. Beim letzten Stück fing es wieder an zu regnen und ich flüchtete abermals unter ein Zelt in den Biergarten. Während des Regens konnte ich beim Karaoke-Wettbewerb den Teilnehmern lauschen.
Pünktlich zu Amorphis kam die Sonne durch. Diese Band spielte eine gute, solide Show. Kann man nicht meckern. Hat Freude gemacht.
Headliner des Tages war Iced Earth. Es war der letzte Auftritt mit Matt Barlow. Trotzdem (oder gerade deswegen) spielten sie eine fulminante Show. Es war der absolute Höhepunkt des ganzen Festivals!
S O N N T AG
Tag drei des Festivals. Diesmal war Hinweg kein Problem. Die Zugverbindung klappte und der Einlass zu Festivalgelände ging flott.
Trotzdem habe ich den Anfang von Vanderbuyst verpasst. Sie spielten eine gute Mischung aus hard rock und heavy metal. Mir gefiel der Auftritt ganz gut, auch wenn es die eine oder andere Schwäche gab.
Zum Frühstück gab es eines Crepes mit Kinderriegel. Geschmack ging so.
Wieder zur Musik: Enforcer standen auf dem Programm. Die Musik war gut und hat mir gefallen.
Nach Enforcer war ich wieder bei der Lesung, leider noch nicht den angekündigten Bobby & Gerre.
Die nächste Band, die anstand, war Atlantean Kodex. Mir hat sie nicht gefallen.
Nun war es endlich so weit. Die Lesung fand mit Bobby & Gerre statt. Das war sehr lustig. Da es ein solcher Erfolg war, ging diese Lesung in die Verlängerung. Am Schluss habe ich mir auch das vorgestellte Buch gekauft. Jetzt weiß ich, was ich in den Semesterferien lese.
Metal Inquisitor habe ich wegen o. g. Lesung nur etwa zur Hälfte gesehen. Die Musik war ganz angenehm, aber jetzt keine Sensation.
Nun war es Zeit für alte Männer: Anacrusis. Sie spielten Thrash Metal und das war gut.
Als nächste Band stand Vicious Rumors an, eine Band, die sich dem klassischen power metal verschrien hatte. Ich fand den Auftritt mittelmäßig, hätte nicht sein müssen.
Als Vorletzes spielten Overkill. Es war das Highlight vom Sonntag. Eine gradiose Show mit viel Elan.
Der Karaoke-Gewinner-Jam und den T-Shirt-Contest hätte man sich schenken können.
Als Headliner für Sonntag war Down angesetzt. Leider fand ich den Auftritt von denen nicht so toll, so dass ich am Ende die letzten 10 Minuten schenkte und lieber einen früheren Bus nach Hause nahm.
FAZIT: Das diejährige Rock Hard reichte nicht an das vom letzt Jahr heran. Trotzdem hat es sich gelohnt und nächstes Jahr komme ich bestimmt wieder.
http://www.lastfm.de/user/Maeldae/journal/2011/06/13/4fm29t_das_rock_hard_festival_2011_in_gelsenkirchen
Diese Version ist überarbeitet.
V O R W O R T
2009 und 2010 war ich bereits begeisterter Besucher des Rock Hard Festivals. Ich hatte die Karte schon seit Weihnachten und war, nachdem die Bands und vor allem die Headliner feststanden, über die Bandauswahl enttäuscht. Viele Bands waren kein Begriff für mich und/oder ich kannte sie nur vom Namen her. Trotzdem habe ich einfach auf die musikalische Kompetenz der Organisatoren vertraut und bin gekommen. Schließlich habe bei den letzten beiden Festivals neue Lieblingsbands gefunden (DragonForce und Sabaton).
F R E I T A G
Ich kam am Freitag gegen 14.40 Uhr am Amphitheater an, wo schon eine lange Schlange an der Bändchenausgabe wartete. Das Anstellen dauerte länger als erwartet, so dass ich den Anfang von Contradiction nicht mitbekommen habe. Schade. Sie machten guten thrash metal, der ins Blut überging.
Anschließend war der Auftritt von den doomern Procession angesagt. Im Vorfeld gab es Gerüchte, dass sie eine schwarze Plane mitbrächten, um die Bühne und ein Teil des Publikums abzudunkeln. Es wäre eine gute Idee gewesen, denn es fing plötzlich wie aus Kübeln an zu regnen. Rasend schnell leerten sich die Ränge und auch ich macht die Biege und flüchtete unter ein Vordach eines Verkaufswagen. Kurz vor dem Ende des Auftritts ließ der Regen nach und ich konnte mir das letzte Stück von Procession.noch reinziehen. Da ich diesen Auftritt nicht ganz mitbekommen habe, will ich kein Urteil drüber bilden.
Nächste Band war Postmortem aus Berlin. Sie spielten Thrash Metal á la Slayer. Daher klangen sie wie ein billiger Slayer-Klon. Hat mir nicht gefallen, obwohl ich eigentlich Thrash mag.
Nun kam Primordial auf die Bühne. Diese Band spielt black metal gepaart mit celtic- und folk-Elementen. Diese Mischung war ganz passabel. Hat mir gefallen.
Die nächte Band war Enslaved aus Norwegen. Ich fand Auftritt nicht sehr überzeugend. Es ist im Endeffekt nichts spektakuläres hängen geblieben.
Es folgte Triptykon. Die offizielle Nachfolgeband von Celtic Frost, die zwar in den vergangenen Jahren für das Rock Hard angekündigt waren, aber ihre Teilnahme absagen mussten. Ich habe diesen Auftritt nicht ganz mitbekommen, da ich etwas fror und mir schließlich am Rock-Hard-Stand eine Regenjacke (die für 12 €, nicht so eine Plastikplane) kaufte. Trotzdem war das, was ich gesehen hab, ganz passabel, aber nicht überragend.
S O N N A B E N D
Der Tag begann ärgerlich. Als ich am Bahnhof ankam, sah ich die S-Bahn nach Gelsenkirchen nur noch von hinten. Das hieß dann nochmal 25 Minuten im Bahnhof warten. Somit kam ich später als geplant am Amphitheater an. Ich besuchte den Metal Market, dieser war nicht so ergiebig wie letztes Jahr. Somit habe ich diesmal keine so große Ausbeute gemacht. Man kann es auch anders sagen: Ich habe Geld gespart. Anschließend gönnte ich mir dann noch eine Frikadelle. Daher hab ich kaum was von Dreamshade mitbekommen.
Nach dieser Band wechselte ich in den Biergarten, weil dort die Lesung aus dem Buch "Kumpel in Kutten" stattfand. Neben den Autoren war auch ein freier Fotograf zugegen, der viel zu erzählen wusste.
Nach dem kurzen Ausflug in die "Hochkultur" kehrte ich mich wieder der Musik zu. In Solitude war die nächste Band. Sie spielten traditionell angehauchten heavy metal. Allerdings kann ich über den Auftritt im Nachhinein nichts sagen. Nichts positives und nichts negatives. Danach ging es zum zweiten Mal in den Biergarten, um dem zweiten Teil der Lesung zu lauschen
Disbelief waren nun an der Reihe. Sie spielten death metal, was mir aber von denen nicht unbedingt zusagte.
Mit dem nächsten Act, Epica, stand erstmals an diesem Wochenende eine Frau auf der Bühne. Diese Band erinnerten sehr Nightwish aus den Tarja-Tagen. Die Sängerin flötete ihre Musik und ihr Kompagnon an der Gitarre (oder war es der Bass, konnte ich auf die Entfernung nicht erkennen?) growlte dazu. Diese Mischung fand ich nicht schlecht.
Bullet standen bereits 2007 und 2009 auf der Bühne im Amphitheater. 2009 (und 2007 bestimmt auch, war aber nicht dabei) haben sie ihre Sache gut gemacht, so dass sie dieses Jahr abermals spielen durften. Auch dieses mal machte es Spaß sie spielen zu sehen.
Als das Death-Metal-Comeback wurde Morgoth gefeiert. Diese Band stand nach 15 Jahren wieder auf der Bühne und zeigten, dass sie nichts verlernt hatten. Mir sprach zwar die Musik nicht ganz zu, aber man merkte, dass die Band Spielspaß hatte. Beim letzten Stück fing es wieder an zu regnen und ich flüchtete abermals unter ein Zelt in den Biergarten. Während des Regens konnte ich beim Karaoke-Wettbewerb den Teilnehmern lauschen.
Pünktlich zu Amorphis kam die Sonne durch. Diese Band spielte eine gute, solide Show. Kann man nicht meckern. Hat Freude gemacht.
Headliner des Tages war Iced Earth. Es war der letzte Auftritt mit Matt Barlow. Trotzdem (oder gerade deswegen) spielten sie eine fulminante Show. Es war der absolute Höhepunkt des ganzen Festivals!
S O N N T AG
Tag drei des Festivals. Diesmal war Hinweg kein Problem. Die Zugverbindung klappte und der Einlass zu Festivalgelände ging flott.
Trotzdem habe ich den Anfang von Vanderbuyst verpasst. Sie spielten eine gute Mischung aus hard rock und heavy metal. Mir gefiel der Auftritt ganz gut, auch wenn es die eine oder andere Schwäche gab.
Zum Frühstück gab es eines Crepes mit Kinderriegel. Geschmack ging so.
Wieder zur Musik: Enforcer standen auf dem Programm. Die Musik war gut und hat mir gefallen.
Nach Enforcer war ich wieder bei der Lesung, leider noch nicht den angekündigten Bobby & Gerre.
Die nächste Band, die anstand, war Atlantean Kodex. Mir hat sie nicht gefallen.
Nun war es endlich so weit. Die Lesung fand mit Bobby & Gerre statt. Das war sehr lustig. Da es ein solcher Erfolg war, ging diese Lesung in die Verlängerung. Am Schluss habe ich mir auch das vorgestellte Buch gekauft. Jetzt weiß ich, was ich in den Semesterferien lese.
Metal Inquisitor habe ich wegen o. g. Lesung nur etwa zur Hälfte gesehen. Die Musik war ganz angenehm, aber jetzt keine Sensation.
Nun war es Zeit für alte Männer: Anacrusis. Sie spielten Thrash Metal und das war gut.
Als nächste Band stand Vicious Rumors an, eine Band, die sich dem klassischen power metal verschrien hatte. Ich fand den Auftritt mittelmäßig, hätte nicht sein müssen.
Als Vorletzes spielten Overkill. Es war das Highlight vom Sonntag. Eine gradiose Show mit viel Elan.
Der Karaoke-Gewinner-Jam und den T-Shirt-Contest hätte man sich schenken können.
Als Headliner für Sonntag war Down angesetzt. Leider fand ich den Auftritt von denen nicht so toll, so dass ich am Ende die letzten 10 Minuten schenkte und lieber einen früheren Bus nach Hause nahm.
FAZIT: Das diejährige Rock Hard reichte nicht an das vom letzt Jahr heran. Trotzdem hat es sich gelohnt und nächstes Jahr komme ich bestimmt wieder.
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