Als gebürtiger Bremer und frischer Wiederbremer muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich in meinen bisherigen 25 Lebensjahren den Schlachthof noch nie von innen gesehen habe. Das sollte aber am Tag der Deutschen Einheit 2013 ändern, denn ich ging zum Konzert von Kvelertak.
Die erste Band des Abends war Gerilja, eine norwegische Rockband, die einen speziellen Metalcore, spielte. Dies tat sie sehr gut und die Lieder waren eingängig und machten Spaß. Allerdings zog das Publikum nicht so richtig mit. Schade.
Als zweite Vorband trat Årabrot auf. Diese spielten eine Mischung aus Noise Rock und Alternative mit Ausflügen in den extremen Metal. Diese Band heizte durchaus das Publikum (was nicht an ihren Hotpants liegt), aber der Funke wollte nicht richtig zu mir rüberspringen. Trotzdem war der Auftritt nicht schlecht.
Die Band des Abends war Kvelertak aus Norwegen. Bereits beim Rock-Hard-Festival 2012 konnte ich mich von den Livequalitäten der Jungs überzeugen und daher war es nur logisch, dass ich die Gelegenheit nutzte diese Band live zu sehen. Die Black-'n'-Roll-Musik machte richtig Spaß, das Publikum ging ab und dies obwohl die Texte in Norwegisch gehalten wurden. Eine Besonderheit war es, dass zum Schluss der Show, ein Gitarrist (oder der Bassist) immer höher geklettert sind und am Ende am höchsten Punkt auf der Tribüne gespielt hat. Das Publikum hatte auch Spaß beim Stagediven und Crowdsurfen. Ein gelungener Abend für wenig Eintritt.
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Freitag, 4. Oktober 2013
Sonntag, 25. August 2013
Das Ärztival in Bremen
Am 24.8.2013 war ein besonderer Tag in Bremen, es war der Tag, an dem sich das Ärztival auf der Bürgerweide angekündigt hatte.
Vor dem Einlass besorgte ich mir ein Wellenbrecherbändchen und machte mich anschließend nach vorne auf. Von dort aus hatte man einen guten Blick auf die Bühne.
Um 17.30 Uhr trat Rod auf die Bühne und kündigte die erste Band an: Pascow, eine Punkrockband aus dem Saarland. Sie spielte ganz solide und hat mir gut gefallen.
Auf die nächste Band des Abends hatte ich mich schon gefreut. Die UK Subs ist eine alte englische Punkband aus der Frühzeit des Genres. Auch wenn alle Mitglieder bereits die 50 gerissen haben, spielten sie mit viel Freude und ließen den Spirit von 1977 wieder aufleben. Einfach wunderbar. Als Anekdote am Rande kann man noch sagen, dass Rod und Farin am Bühnenrand standen und andächtig der Musik der Kultpunker lauschten.
Die drite Vorband war Katzenjammer aus Norwegen: Eine reine Frauen-Folk-Rock-Band. Die Musikerinnen, die nach so gut wie jedem Lied die Instrumente tauschten, boten eine ansprechende Show. Mir sagte aber die Musik nicht zu und daher fällt mein Fazit für diese Band ernüchternd aus.
Nun war es an der Zeit, die beste Band der Welt entert die Bühne. Mit dem Hit "Wie es geht" begann der Abend. Das Stück "Ist das noch Punkrock?" widmeten die Drei der am Bühnenrand stehenden UK Subs. Die altbekannten Bewegungsspiele waren auch wieder am Start wie das Wedeln bei "Waldspaziergang mit Folgen" und das Sitzen und Aufspringen bei "Unrockbar" sowie die fast schon obligatorischen La Olas. Songs wie "Deine Schuld" und "Schrei nach Liebe" durften auch nicht fehlen. Merkwürdig war aber auch, dass Bela beim Lied "Alleine in der Nacht" Textschwierigkeiten hatte, bei denen Farin aushelfen musste. Abschließend ist mir aufgefallen, dass die Jungs - für ihre Verhältnisse - wenig gequatscht und viel Musik gespielt haben. Trotzdem hat sich das Ärztival gelohnt.
Vor dem Einlass besorgte ich mir ein Wellenbrecherbändchen und machte mich anschließend nach vorne auf. Von dort aus hatte man einen guten Blick auf die Bühne.
Um 17.30 Uhr trat Rod auf die Bühne und kündigte die erste Band an: Pascow, eine Punkrockband aus dem Saarland. Sie spielte ganz solide und hat mir gut gefallen.
Auf die nächste Band des Abends hatte ich mich schon gefreut. Die UK Subs ist eine alte englische Punkband aus der Frühzeit des Genres. Auch wenn alle Mitglieder bereits die 50 gerissen haben, spielten sie mit viel Freude und ließen den Spirit von 1977 wieder aufleben. Einfach wunderbar. Als Anekdote am Rande kann man noch sagen, dass Rod und Farin am Bühnenrand standen und andächtig der Musik der Kultpunker lauschten.
Die drite Vorband war Katzenjammer aus Norwegen: Eine reine Frauen-Folk-Rock-Band. Die Musikerinnen, die nach so gut wie jedem Lied die Instrumente tauschten, boten eine ansprechende Show. Mir sagte aber die Musik nicht zu und daher fällt mein Fazit für diese Band ernüchternd aus.
Nun war es an der Zeit, die beste Band der Welt entert die Bühne. Mit dem Hit "Wie es geht" begann der Abend. Das Stück "Ist das noch Punkrock?" widmeten die Drei der am Bühnenrand stehenden UK Subs. Die altbekannten Bewegungsspiele waren auch wieder am Start wie das Wedeln bei "Waldspaziergang mit Folgen" und das Sitzen und Aufspringen bei "Unrockbar" sowie die fast schon obligatorischen La Olas. Songs wie "Deine Schuld" und "Schrei nach Liebe" durften auch nicht fehlen. Merkwürdig war aber auch, dass Bela beim Lied "Alleine in der Nacht" Textschwierigkeiten hatte, bei denen Farin aushelfen musste. Abschließend ist mir aufgefallen, dass die Jungs - für ihre Verhältnisse - wenig gequatscht und viel Musik gespielt haben. Trotzdem hat sich das Ärztival gelohnt.
Dienstag, 21. Mai 2013
Überall läuten die Glocken, weil der King kommt.
Zum inzwischen elften Mal findet das Rock-Hard-Festival in Gelsenkirchen und ich bin zum fünften Mal mit dabei. Dieses war das Jahr, in dem endlich King Diamond spielen soll. Aber erstmal der Reihe nach.
Am Freitag gestaltete sich die Anfahrt entspannt. Am Gelsenkirchener Hauptbahnhof kaufte ich beim türkischen Bäcker ein lecker belegtes Brötchen für 1 € (!!!). Dieses Angebot kann man nicht ausschlagen, da die Qualität des Essens auf dem Festival mäßig ist. Am Gelände angekommen holte ich mir erstmal ein Einlassbändchen, das dieses Jahr mit farblichen Enden ausgestattet wurden, damit dem Jugendschutz besser Rechnung getragen werden kann. Am Rock-Hard-Stand kaufte ich mir dann noch das Programmheft und das neue Rock-Hard-Heft.
Traditionell beginnt das Rock-Hard-Festival mit einer Thrashband. Dieses Jahr war es Hellish Crossfire aus Nürnberg. Sie spielten soliden Thrash, der gut ankam.
Als zweite Band des Festivals waren Fleshcrawl am Start. Sie machten ebenso Stimmung und heizten kräftig ein.
Als Ersatz für die in der Zwischenzeit aufgelösten Nachtmystium war Denial of God, eine Horror-Black-Metal-Kapelle aus Schweden, vorgesehen. Mit Black Metal konnte ich noch nie etwas anfangen und von daher war der Auftritt nicht mein Ding.
Nachdem mir Audrey Horne 2009 keinen bleibenden Eindruck verschaffen konnten, hatten sie dieses Jahr erneut die Gelegenheit. Und sie haben es geschafft. Sie spielten mit einer großen Spielfreude und hat Spaß gemacht ihnen dabei zuzusehen und -zuhören.
Eine Weltpremiere feierte Matt Barlows Band Ashes of Ares. Der ehemalige Sänger von Iced Earth, der 2011 u. a. im Amphitheater Gelsenkirchen seinen Abschied feierte, fährt stilistisch dort fort, wo er mit seiner alten Band aufgehört hatte. Da die Lieder allen noch Unbekannt waren, brandete wenig Stimmung auf.
In der Umbaupause kaufte ich mireine Calzone einen frittierten Teigling mit einer Schinken-Käse-Füllung. Dieser schleckte nicht so dolle, aber dafür wärmte er die Hände
Udo Dirkschneider stand schon mit seiner alten Band Accept 2005 auf der Bühne in Gelsenkirchen. In diesem Abend stand er mit seiner jetzigen Band U.D.O.. Er liefert eine sehr gute Show ab, bei den sich seine Solosongs und die Accept-Klassiker die Waage hielten.
Der Wetterbericht kündigte für den Sonnabend besseres Wetter an und was war: Pustekuchen. Diesmal kaufte ich Gelsenkirchener Hauptbahnhof zwei Salami-Brötchen beim besagten Türken. Den Metalmarkt, den sich sonst immer besuche, lies ich sausen und sparte damit eine ganze Menge Geld.
Im Amphitheater angekommen kaufte ich mir ein Festival-Shirt, das dieses Jahr ein besonders geniales Motiv hatte, und suchte ich mir einen guten Platz und bald darauf spielten schon Slingblade. Dies ist eine Heavy-Metal-Band mit Sängerin und einem Gitarristen, der Götz Kühnemund verblüffend ähnlich sieht. Der Auftritt war ganz in Ordnung.
Mit Horisont haben OrganisatorInnen vom Rock Hard eine Band, die wie eine Reinkarnation der 70er Jahre aussieht, eingeladen. Entsprechend war die Musik oldschool. Mir hat es gefallen.
Mustasch aus Schweden standen nun auf dem Programm. Eine kernige Rock-and-Roll-Band, die ordentlich mitzog. Ein toller Auftritt.
Mit Desaster kam eine aus meiner Sicht etwas schwächere Band auf die Bühne. Ihr Black-Thrash sprach mich einfach nicht an.
Wie bereits Ashes of Ares am Vortag konnte mich die Black-Metal-Truppe Naglfar nicht von sich überzeugen.
Zum ersten Mal bekam ich mit Ensiferum eine Folk-Metal-Band auf die Ohren und Augen. Mir hat der Auftritt gefallen.
Besonders gefreut habe ich mich auf die nächste Band D-A-D, die ich bereits 2009 auf dem Rock Hard gesehen habe. Der Auftritt hatte mich damals überzeugt. Der diesjährige war noch besser. Ein gutgelaunter Sänger unterhielt mit dänisch-deutschen Ansagen und spielte gute Songs. Highlight des Auftritts war der Schlagzeuger, der auf einem Podest festgeschnallt war, das das Schlagzeug um 90° abkippen konnte und ermöglichte die ZuschauerInnen das Schlagzeug von oben sehen zu können, während er weiter trommelte.
Headliner des Tages war Queensrÿche, eine Progressive-Metal-Band, die in der letzten Zeit mit Personalquärelen zu kämpfen hatte. Nichtsdestotrotz absolvierten sie einen routinierten und nicht zu verachtenden Auftritt. 100%ig begeistert hat er mich aber nicht.
Der Sonntag sollte nun wirklich wärmer werden und der Wetterbericht behielt Recht. Ich machte mich an diesem Tag besonders früh auf den Weg, da ich die erste Band nicht verpassen wollte. Bevor ich den Festivalbereich betrat, bediente ich mich am endlich aufgestellten Geldautomaten, um den sich die OrganisatorInnen seit Jahren bemüht haben.
Grund für mein frühes Aufstehen war Attic, einer der talentiertesten Newcomer des letzten Jahres. Mir gefiel der Auftritt und somit hat sich gelohnt der Wecker früher gestellt zu haben.
Für die zweite Band des Tages Gospel of the Horns gilt das gleiche wie für Desaster am Vortag, sprach mich nicht an.
Orden Ogen habe ich bereits 2010 auf dem Festival gesehen. Ihr Auftritt war durchwachsen, schwankte zwischen gut und mittelmäßig, gefiel mir nicht so.
Mit Orchid kam eine Band auf die Bühne, die in der Tradition des alten Black Sabbath spielten. Seit Jahrzehnten versuchen immer wieder Doom-Bands diese zu kopieren - erfolglos. Nur Orchid schafft das. Dafür, dass ich mit Doom herzlich wenig anfangen, hat mir der Auftritt sehr gut gefallen, ebenso wie weite Teile des Publikums.
Als nächstes standen die Herren von Tank an mit Vertretungssänger ZP Theart, der das letzte Mal 2009 mit Dragonforce im Amphitheater aufspielte. Der Auftritt war kurzweilig, aber nicht spektakulär.
Die nächste Band des Tages waren die Prog-Metaller von Threshold, da ich mit solcher Art von Musik nicht viel anfangen kann, nutzte ich die Zeit sinnvoll besuchte das Klo und sag mich ein bisschen bei den Händlerständen um. Daher habe ich diesen Auftritt nicht vollständig gesehen und kann daher nicht viel dazu sagen.
Als Co-Headliner des Sonntags diente Sepultura, die beste Groove-Metal-Band, die ich kenne. Ein Auftritt dieser Band ist immer wieder ein Highlight.
Als Pausenclown Zur Überbrückung der langen Umbaupause diente wie 2010 Mambo Kurt, der aber bei weiten nicht so witzig war wie vor drei Jahren. Schade.
Das absolute Show-Highlight war als Abschluss des Festivals geplant: King Diamond. Nachdem das Festivalteam seit Jahren mit dem King verhandelt hat, war es nun endlich soweit und er gab sich in Gelsenkirchen die Ehre. Für ihn wurde sogar extra die Bühne umgebaut, damit sein gigantische Show auf die Bretter passte. Der Aufwand hat sich gelohnt, der absolute Höhepunkt des Festivals.
Resümee: Dieses Jahr war das Rock Hard wieder richtig gut. Ich werde es auf jeden Fall nächstes Jahr wieder besuchen, auch wenn ich dann wahrscheinlich nicht mehr im Ruhrgebiet wohnen werden. Aber wozu wurden denn sonst die vielen Hotels in Gelsenkirchen gebaut?
Am Freitag gestaltete sich die Anfahrt entspannt. Am Gelsenkirchener Hauptbahnhof kaufte ich beim türkischen Bäcker ein lecker belegtes Brötchen für 1 € (!!!). Dieses Angebot kann man nicht ausschlagen, da die Qualität des Essens auf dem Festival mäßig ist. Am Gelände angekommen holte ich mir erstmal ein Einlassbändchen, das dieses Jahr mit farblichen Enden ausgestattet wurden, damit dem Jugendschutz besser Rechnung getragen werden kann. Am Rock-Hard-Stand kaufte ich mir dann noch das Programmheft und das neue Rock-Hard-Heft.
Traditionell beginnt das Rock-Hard-Festival mit einer Thrashband. Dieses Jahr war es Hellish Crossfire aus Nürnberg. Sie spielten soliden Thrash, der gut ankam.
Als zweite Band des Festivals waren Fleshcrawl am Start. Sie machten ebenso Stimmung und heizten kräftig ein.
Als Ersatz für die in der Zwischenzeit aufgelösten Nachtmystium war Denial of God, eine Horror-Black-Metal-Kapelle aus Schweden, vorgesehen. Mit Black Metal konnte ich noch nie etwas anfangen und von daher war der Auftritt nicht mein Ding.
Nachdem mir Audrey Horne 2009 keinen bleibenden Eindruck verschaffen konnten, hatten sie dieses Jahr erneut die Gelegenheit. Und sie haben es geschafft. Sie spielten mit einer großen Spielfreude und hat Spaß gemacht ihnen dabei zuzusehen und -zuhören.
Eine Weltpremiere feierte Matt Barlows Band Ashes of Ares. Der ehemalige Sänger von Iced Earth, der 2011 u. a. im Amphitheater Gelsenkirchen seinen Abschied feierte, fährt stilistisch dort fort, wo er mit seiner alten Band aufgehört hatte. Da die Lieder allen noch Unbekannt waren, brandete wenig Stimmung auf.
In der Umbaupause kaufte ich mir
Udo Dirkschneider stand schon mit seiner alten Band Accept 2005 auf der Bühne in Gelsenkirchen. In diesem Abend stand er mit seiner jetzigen Band U.D.O.. Er liefert eine sehr gute Show ab, bei den sich seine Solosongs und die Accept-Klassiker die Waage hielten.
Der Wetterbericht kündigte für den Sonnabend besseres Wetter an und was war: Pustekuchen. Diesmal kaufte ich Gelsenkirchener Hauptbahnhof zwei Salami-Brötchen beim besagten Türken. Den Metalmarkt, den sich sonst immer besuche, lies ich sausen und sparte damit eine ganze Menge Geld.
Im Amphitheater angekommen kaufte ich mir ein Festival-Shirt, das dieses Jahr ein besonders geniales Motiv hatte, und suchte ich mir einen guten Platz und bald darauf spielten schon Slingblade. Dies ist eine Heavy-Metal-Band mit Sängerin und einem Gitarristen, der Götz Kühnemund verblüffend ähnlich sieht. Der Auftritt war ganz in Ordnung.
Mit Horisont haben OrganisatorInnen vom Rock Hard eine Band, die wie eine Reinkarnation der 70er Jahre aussieht, eingeladen. Entsprechend war die Musik oldschool. Mir hat es gefallen.
Mustasch aus Schweden standen nun auf dem Programm. Eine kernige Rock-and-Roll-Band, die ordentlich mitzog. Ein toller Auftritt.
Mit Desaster kam eine aus meiner Sicht etwas schwächere Band auf die Bühne. Ihr Black-Thrash sprach mich einfach nicht an.
Wie bereits Ashes of Ares am Vortag konnte mich die Black-Metal-Truppe Naglfar nicht von sich überzeugen.
Zum ersten Mal bekam ich mit Ensiferum eine Folk-Metal-Band auf die Ohren und Augen. Mir hat der Auftritt gefallen.
Besonders gefreut habe ich mich auf die nächste Band D-A-D, die ich bereits 2009 auf dem Rock Hard gesehen habe. Der Auftritt hatte mich damals überzeugt. Der diesjährige war noch besser. Ein gutgelaunter Sänger unterhielt mit dänisch-deutschen Ansagen und spielte gute Songs. Highlight des Auftritts war der Schlagzeuger, der auf einem Podest festgeschnallt war, das das Schlagzeug um 90° abkippen konnte und ermöglichte die ZuschauerInnen das Schlagzeug von oben sehen zu können, während er weiter trommelte.
Headliner des Tages war Queensrÿche, eine Progressive-Metal-Band, die in der letzten Zeit mit Personalquärelen zu kämpfen hatte. Nichtsdestotrotz absolvierten sie einen routinierten und nicht zu verachtenden Auftritt. 100%ig begeistert hat er mich aber nicht.
Der Sonntag sollte nun wirklich wärmer werden und der Wetterbericht behielt Recht. Ich machte mich an diesem Tag besonders früh auf den Weg, da ich die erste Band nicht verpassen wollte. Bevor ich den Festivalbereich betrat, bediente ich mich am endlich aufgestellten Geldautomaten, um den sich die OrganisatorInnen seit Jahren bemüht haben.
Grund für mein frühes Aufstehen war Attic, einer der talentiertesten Newcomer des letzten Jahres. Mir gefiel der Auftritt und somit hat sich gelohnt der Wecker früher gestellt zu haben.
Für die zweite Band des Tages Gospel of the Horns gilt das gleiche wie für Desaster am Vortag, sprach mich nicht an.
Orden Ogen habe ich bereits 2010 auf dem Festival gesehen. Ihr Auftritt war durchwachsen, schwankte zwischen gut und mittelmäßig, gefiel mir nicht so.
Mit Orchid kam eine Band auf die Bühne, die in der Tradition des alten Black Sabbath spielten. Seit Jahrzehnten versuchen immer wieder Doom-Bands diese zu kopieren - erfolglos. Nur Orchid schafft das. Dafür, dass ich mit Doom herzlich wenig anfangen, hat mir der Auftritt sehr gut gefallen, ebenso wie weite Teile des Publikums.
Als nächstes standen die Herren von Tank an mit Vertretungssänger ZP Theart, der das letzte Mal 2009 mit Dragonforce im Amphitheater aufspielte. Der Auftritt war kurzweilig, aber nicht spektakulär.
Die nächste Band des Tages waren die Prog-Metaller von Threshold, da ich mit solcher Art von Musik nicht viel anfangen kann, nutzte ich die Zeit sinnvoll besuchte das Klo und sag mich ein bisschen bei den Händlerständen um. Daher habe ich diesen Auftritt nicht vollständig gesehen und kann daher nicht viel dazu sagen.
Als Co-Headliner des Sonntags diente Sepultura, die beste Groove-Metal-Band, die ich kenne. Ein Auftritt dieser Band ist immer wieder ein Highlight.
Das absolute Show-Highlight war als Abschluss des Festivals geplant: King Diamond. Nachdem das Festivalteam seit Jahren mit dem King verhandelt hat, war es nun endlich soweit und er gab sich in Gelsenkirchen die Ehre. Für ihn wurde sogar extra die Bühne umgebaut, damit sein gigantische Show auf die Bretter passte. Der Aufwand hat sich gelohnt, der absolute Höhepunkt des Festivals.
Resümee: Dieses Jahr war das Rock Hard wieder richtig gut. Ich werde es auf jeden Fall nächstes Jahr wieder besuchen, auch wenn ich dann wahrscheinlich nicht mehr im Ruhrgebiet wohnen werden. Aber wozu wurden denn sonst die vielen Hotels in Gelsenkirchen gebaut?
Sonntag, 14. April 2013
Helloween im April
Das Aushängeschild des deutschen Power Metals, Helloween, geben sich gemeinsam mit Gamma Ray (und Shadowside) im Ruhrcongress in Bochum die Ehre. Grund für die Tour ist das neue Album von Helloween, Straight out of Hell, das, freundlich gesprochen, recht durchwachsen ist. Die Location kannte ich bisher nur von außen, da 2010 dorthin angereist um festzustellen, dass das geplante Slayerkonzert 30 Minuten vor Einlass abgesagt wurde.
Die erste Vorband des Abends war Shadowside, eine Female-Fronted-Metal-Band aus Brasilien. Der Auftritt war jetzt kein Highlight, aber auch kein Lowlight, solides Mittelfeld eben. Der anfangs verwaschene Sound wurde mit der Zeit besser. Höhepunkt des Auftritts war ein Cover von Motörheads "Ace of Spades".
Die zweite Vorband war Gamma Ray des ex-Helloween-Sängers Kai Hansen. Sie legten schon einen sehr ambitionierten Auftritt hin, der die Power dieser Band gut rüberbrachte. Zwar fehlten meiner Meinung nach einige ihrer besten Stücke, aber man kann nicht alles haben. Die endgültig Stimmung zum Kochen brachte das Helloween-Cover "Future World", das Hansen komponiert hatte.
Die Band, auf die die meisten gewartet haben, war Helloween. Naturgemäß war der Auftritt vor allem mit vielen Songs vom neuen Album gespickt. Ansonsten spielten sie ein Potpourri aus allen erschinen Alben, wobei ein kleiner Schwerpunkt auf den "Keepers-of-the-seven-Keys"-Alben lag. Mit "Dr. Stein", "I Want Out" und dem genialen "Eagles Fly Free" (Warum haben die das als dritten und nicht als letzten Song gespielt?). Ein gelungener Auftritt.
Einzig zu meckern hätte ich, dass das Konzert bis 0:00 Uhr ging, so kam ich erst um 1:45 Uhr in Duisburg an.
Die erste Vorband des Abends war Shadowside, eine Female-Fronted-Metal-Band aus Brasilien. Der Auftritt war jetzt kein Highlight, aber auch kein Lowlight, solides Mittelfeld eben. Der anfangs verwaschene Sound wurde mit der Zeit besser. Höhepunkt des Auftritts war ein Cover von Motörheads "Ace of Spades".
Die zweite Vorband war Gamma Ray des ex-Helloween-Sängers Kai Hansen. Sie legten schon einen sehr ambitionierten Auftritt hin, der die Power dieser Band gut rüberbrachte. Zwar fehlten meiner Meinung nach einige ihrer besten Stücke, aber man kann nicht alles haben. Die endgültig Stimmung zum Kochen brachte das Helloween-Cover "Future World", das Hansen komponiert hatte.
Die Band, auf die die meisten gewartet haben, war Helloween. Naturgemäß war der Auftritt vor allem mit vielen Songs vom neuen Album gespickt. Ansonsten spielten sie ein Potpourri aus allen erschinen Alben, wobei ein kleiner Schwerpunkt auf den "Keepers-of-the-seven-Keys"-Alben lag. Mit "Dr. Stein", "I Want Out" und dem genialen "Eagles Fly Free" (Warum haben die das als dritten und nicht als letzten Song gespielt?). Ein gelungener Auftritt.
Einzig zu meckern hätte ich, dass das Konzert bis 0:00 Uhr ging, so kam ich erst um 1:45 Uhr in Duisburg an.
Sonntag, 24. März 2013
Mit dem ICE zu Testament
Die Thrash-Legende Testament brachte letzten Sommer ein geniales Album heraus, das ich rauf und runter gehört habe. Daher war es nur logisch, dass ich Konzert von denen besuche.
Bei der Anfahrt hatte ich Glück, da der Zug, den ich eigentlich nehmen wollte, soviel Verspätung hatte, dass der folgende ICE für die Nahverkehrsnutzung freigegeben wurde. So fuhr also statt in einer in nur einer halben Stunde nach Köln, musste dann allerdings am Kölner Hbf umsteigen. Im Zug nach Köln-Ehrenfeld traf ich Gleichgesinnte, die auch zum Konzert wollten.
Am Eingang des Live Music Clubs gab es zwar ein paar kleinere Probleme mit dem Print-at-Home-Ticket, die sich aber schnell und bürokratisch klären ließen. Anschließend besuchte ich die unheimlich versifften Toiletten, gab meine Jacke und trank eine Kleinigkeit.
Die erste Band des Abends war Bleed from Within aus Schottland. Diese Band verband alle Stereotypen des Metalcores. Angefangen von der Schlaufe im Mikrofonkabel bis zum brüllenden Sänger, der seinen Gesang mit vier bis fünf wiederkehrenden Gesten unterstützte. Der Sound war unheimlich matschig. Einziges Aufregendes war das versuchte Kunststück des Sängers: Er spuckte in die Luft und versuchte die Spucke mit dem Mund wieder aufzufangen. Kurzum: Das Lowlight des Abends.
Die zweite Band war Dew-Scented, eine Death-/Thrash-Combo ausdem Zonenrandgebiet Braunschweig. Die Band, die ihre Album konsequent mit I beginnen lässt, bot schon einen besseren Sound als die Jungspunde von der Insel. Auch gingen ihre Songs mehr ab und sie banden das Publikum besser in ihre Show ein.
Aber nun folgte die Band des Abends: Testament. Sie spielten ein buntes Potourri aus dem aktuellen Album und ihren Perlen. Immer wieder bildeten sich Circle-Pits, insbesondere bei dem Song "Into the Pit" (irgendwie logisch). Der Sänger Chuck Billy wusste das Publikum anzuheizen. Bei dem Konzert zeigte sich auch, was Alex Skolnick für geniale Gitarrist ist. Von Letzterem habe ich auch ein Plektrum gefangen. Ich meine richtig gefangen und nicht nur vom Boden aufgehoben. Einen Kritikpunkt habe ich doch noch, der Gesang war etwas schlecht abgemischt und klang breiig und verwaschen.
Bei der Anfahrt hatte ich Glück, da der Zug, den ich eigentlich nehmen wollte, soviel Verspätung hatte, dass der folgende ICE für die Nahverkehrsnutzung freigegeben wurde. So fuhr also statt in einer in nur einer halben Stunde nach Köln, musste dann allerdings am Kölner Hbf umsteigen. Im Zug nach Köln-Ehrenfeld traf ich Gleichgesinnte, die auch zum Konzert wollten.
Am Eingang des Live Music Clubs gab es zwar ein paar kleinere Probleme mit dem Print-at-Home-Ticket, die sich aber schnell und bürokratisch klären ließen. Anschließend besuchte ich die unheimlich versifften Toiletten, gab meine Jacke und trank eine Kleinigkeit.
Die erste Band des Abends war Bleed from Within aus Schottland. Diese Band verband alle Stereotypen des Metalcores. Angefangen von der Schlaufe im Mikrofonkabel bis zum brüllenden Sänger, der seinen Gesang mit vier bis fünf wiederkehrenden Gesten unterstützte. Der Sound war unheimlich matschig. Einziges Aufregendes war das versuchte Kunststück des Sängers: Er spuckte in die Luft und versuchte die Spucke mit dem Mund wieder aufzufangen. Kurzum: Das Lowlight des Abends.
Die zweite Band war Dew-Scented, eine Death-/Thrash-Combo aus
Aber nun folgte die Band des Abends: Testament. Sie spielten ein buntes Potourri aus dem aktuellen Album und ihren Perlen. Immer wieder bildeten sich Circle-Pits, insbesondere bei dem Song "Into the Pit" (irgendwie logisch). Der Sänger Chuck Billy wusste das Publikum anzuheizen. Bei dem Konzert zeigte sich auch, was Alex Skolnick für geniale Gitarrist ist. Von Letzterem habe ich auch ein Plektrum gefangen. Ich meine richtig gefangen und nicht nur vom Boden aufgehoben. Einen Kritikpunkt habe ich doch noch, der Gesang war etwas schlecht abgemischt und klang breiig und verwaschen.
Freitag, 29. Juni 2012
Das neunmonatige Warten hat sich gelohnt
Neun Monate habe ich sehnsüchtig darauf gewartet, nun war es soweit. Das langersehnte Ärzte-Konzert in Köln stand an. Wie ich bereits aus vorangegangenen Ärzte-Konzerten weiß, lohnt es sich früh da zu sein, damit man einen Platz vorne erwischt bzw. dass man ein Bändchen für die erste Welle bekommt. Also machte ich mich am späten Nachmittag auf den Weg nach Köln. So kam ich gegen Viertel nach Fünf an der Köln-Arena an. Mit etwas Verspätung öffneten sich die Tore und die Fanmassen strömten hinein. In der Arena ging ich einem menschlichen Bedürfnis und anschließend in den Innenraum. Dort gab es aber keine Wellenbrecher, also war ich umsonst so früh gekommen. Nun hieß es Abwarten und auf dem Handy spielen. Nach einer Stunde warten, holte ich mir dann etwas zu trinken. Beim Anblick der Getränkepreise gingen mir die Augen über: 4,20€ (Hallo!?!) für eine Cola. Da ich Durst hatte, war ich aber gezwungen, diesen Preis zu bezahlen. Und was bekam ich? Eine zimmertemperaturwarme Plörre. Ich kehrte zurück vor die Bühne und wartete weiter. Ab halb acht wurden die ZuschauerInnen kribbelig, denn für die Uhrzeit war der Beginn des Bühnenprogramms angedacht. Jetzt hätte eine Vorband oder sogar die beste Band der Welt auf die Bühne treten sollen. Es kam niemand, so dass sich die Fanmassen noch weitere 45 Minuten gedulden mussten. Schließlich ging das Licht aus und ein Sprecher sprach ein Worte. Leider klappte das Wechselspielchen nicht so wie angedacht. Daraufhin wurde der Vorhang runtergelassen und auf der Bühne standen BelaFarinRod. Mit der rhetorischen Frage "Ist das noch Punk Rock?" ging es los, dem Titeltrack des aktuellen Albums "auch". Nach weiteren neueren Tracks kam die Begrüßung. Dabei wurde festgelegt, dass wenn die Band das Publikum "Köln" nennt, auch diejenigen meint, die nicht aus Köln kommen. Der erste Klassiker des Abends war "Hurra". Nach einigen weiteren Highlights war auch der wohl politischste Song der Ärzte an der Reihe "Deine Schuld". Die erste La Ola des Tages kam nach exakt einer Stunde und 15 Minuten zustande, wie ich finde relativ spät. Eine weitere sehr gute Showeinlage war, als Farin "Smoke on the Water" von Deep Purple anspielte. Das obligatorische "Schrei nach Liebe" darf auch nicht fehlen. Nach einer kurzen Unterbrechung kam der erste Zugabenblock. Dort wurde "Tittenmaus" gespielt. An diesem Abend konnte man bei dem Lied Bela an der Gitarre und Rod am Schlagzeug erleben. Diese Kombination hat seltenheitswert. Anschließend wurde "Cpt. Metal" gespielt, ein Lied, was mir sehr gut gefällt, da es von Metal handelt. Ein weiteres Highlight war im dritten und letzten Zugabenblock beim Lied "Dinge von denen", das einfangs Rod solo am Keyboard performte Bela und Farin mit aufblasbaren überdimensionalen Phalli auf die Bühne kamen. Und sogar ihre Instrumente damit spielten, was besonders bei Bela am Schlagzeug sehr schwierig war. Mit "Zu spät" endete dann auch dieser Konzertabend.
Mein besonderes Highlight des Abends war, dass ich ein Plektron von Rod gefangen vom Boden aufgehoben habe.
*Ich weiß, dass dieser Veranstaltungsort einen Sponsorennamen trägt, diesen nenne ich aber erst, wenn mir der Sponsor Geld zahlt, dass ich ihn nenne.
Mittwoch, 18. April 2012
Peter und der Wolf in Action - Accept in der Turbinenhalle
Am Dienstag, den 17.4.2012, soll man wieder ein Accept-Konzert im Ruhrgebiet, genauer in Oberhausen, starten. Accept ist schon seit einiger einer meiner absoluten Lieblingsband - live und aus der Konserve. Nach dem Motte "der frühe Vogel fängt den Wurm" fuhr ich zum Veranstaltungsort, wo ich beim Warten auf Einlass Zeuge wurde, wie Accept an der Turbinenhalle eintraf. Da ich aber nicht so auf scharf ein Autogramm oder ein Foto von und mit den Herren war, blieb ich an Ort und Stelle, während andere sich auf den Weg zum Tourbus machten. Kurz nach Öffnung der Türe trat man ein. Mein erster Weg führte mich zur Garderobe, wo gleich frustriert feststellen durfte, dass die Turbinenhalle Währungsausland ist man dort nur mit Wertbons bezahlen kann. Also tauschte ich Euros in Wertbons um. Damit konnte ich meine Jacke abgeben und mir was zu trinken kaufen. Anschließend pflanzte ich mich die Bühne.
Bald wurde es dunkel und die Vorband des Abends, Hell, stand auf der Bühne. Hell war in meinen Augen die Metal-(Wieder-)Entdeckung des Jahres 2011. Entsprechend gespannt war ich auf ihren Auftritt. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Show war theatralisch und man merkte, dass der Sänger ein Theaterschauspieler ist. Mir hat der Auftritt gut gefallen.
Nun hieß es wieder warten. Warten auf Accept. Vom neuen Album kannte bisher nur das Stück "Stalingrad", was aber wirklich gut war. Daher freute ich mich auf den Auftritt ungemein, vor allem um einige der neuen Lieder kennen zu lernen. Trotzdem freute ich auch auf die Klassiker der Band. Begonnen wurde mit "Hellfire" und "Stalingrad", zwei Stücke vom neuen Album. Aufgefallen ist mir, dass Peter Baltes und Wolf Hoffmann das R in "Restless and Wild" nicht mehr so rollen. Schade, das hatte mir immer gefallen, gab dem Lied eine besondere Note. Ein weiteres Highlight waren "Breaker", "Looser and Winners", ein geniales "Princess of the Dawn" und wunderbares "Fast as a Shark". Die Zugaben bestanden aus "Metal Heart", "Teutonic Terror" und mit dem Accept-Überhit "Balls to the Walls" endete diesen großartige Konzert. Besonders fannah zeigte sich Wolf Hoffmann, der nach dem Auftritt noch an den Mercandise-Stand kam und alles signierte, was ihm unter die Nase gehalten wurde.
FAZIT: Ein musikalisch gelungener Abend. Lobend zu erwähenen wäre noch, dass das Rauchen in der Turbinenhalle toleriert wurde, was in Zeiten der Neospießigkeit nicht unbedingt selbstverständlich ist.
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